750 Jahre Mecklar

Vom 30. Mai bis 2. Juni 2002 feierte Mecklar mit einem großen Fest die 750. Wiederkehr seiner urkundlichen Ersterwähnung vom 30. Juli 1252.

Ein eigens gegründeter Festausschuss unter dem Vorsitz von Erwin Blum und Wilfried Leiter bereitete das Jubiläum über mehr als ein Jahr in neun Arbeitskreisen vor — von der Festzelt-Bewirtschaftung über den Festzug bis zur Chronik. Ortschronisten wie Wilfried Apel und Heinrich Lohrbach sammelten historische Fotos für eine große Ausstellung, ein Fotowettbewerb rief die Bevölkerung zum Mitmachen auf, und selbst die noch junge mecklar.de diente als Sprachrohr des Arbeitskreises Chronik.

Auch amerikanische Nachfahren Mecklarer Auswanderer wurden ausdrücklich zur Feier eingeladen — mit Verweis auf die gute Erreichbarkeit ab Frankfurt und die Aussicht, „Geschichte wieder lebendig werden zu lassen".

Programm

Donnerstag, 30. Mai bis Sonntag, 2. Juni 2002

Donnerstag, 30. Mai

18:00 Uhr Kranzniederlegung am Ehrenmal
19:00 Uhr Dorfabend mit buntem Programm, anschließend gemütliches Beisammensein im Festzelt

Freitag, 31. Mai

18:00 Uhr Eröffnung der Fotoausstellung „Mecklar einst und heute" im Saal des Gasthauses „Zur Linde" (bis Montag geöffnet)
19:00 Uhr Start der Heißluftballone in den Fuldawiesen
ab 20:00 Uhr Mega-Disco-Party mit Frank Seidel von HR3 und dem Discoteam 2000 im Festzelt

Samstag, 1. Juni

14:30 Uhr Kinderprogramm mit Liedermacher Fredrik Vahle und dem Grundschulchor Fuldatal
ca. 18:00 Uhr Zielankunft der Radrennfahrer aus der Partnergemeinde Changé (Frankreich) nach 937 km
ab 20:00 Uhr Tanz- und Showabend mit dem „Original Bodensee-Quintett", nach Einbruch der Dunkelheit illuminierte Fuldabrücke und Wasserspiele

Sonntag, 2. Juni

10:00 Uhr Festgottesdienst mit Bischof Dr. Martin Hein in der Kirche
anschließend Eröffnung der Feststraße: Handwerkermarkt, Aktionsbühne, historische Postkutsche auf dem „alten Postweg"
ab 18:00 Uhr Ausklang mit der französischen Kapelle „La Renaissance" aus Changé im Festzelt

Vorgeschichte

Wie das Fest vorbereitet wurde

Schon 2001 kündigte sich das Jubiläum an: Auf der Kirmes des Vorjahres stellten sich alle Arbeitskreise der Öffentlichkeit vor, an Silvester 2001 bildeten die Mecklarer:innen am Silberberg mit Fackeln eine überdimensionale „750" — begleitet vom privaten Silvesterfeuerwerk des ganzen Dorfes. Aufkleber mit dem Festlogo gab es bei der Sparkasse, dem EDEKA-Geschäft und bei Dekorationen Ilona Mertelmeyer.

Wer die Feier vom Himmel aus erleben wollte, konnte sich bei Wilfried Leiter für eine der reservierten Heißluftballonfahrten anmelden. Für die Aktionsbühne des Festzuges sagten unter anderem eine Theatergruppe, der Kindergarten, die „Sunshine Girls", eine Volkstanzgruppe und die Musikschule ihre Teilnahme zu.

Begleitend erschien die Festschrift „750 Jahre Mecklar", an der unter anderem die Arbeitskreise Chronik und Festschrift arbeiteten — bis heute die umfassendste gedruckte Quelle zur Ortsgeschichte.